NACH OBEN


Nach dem Abi in die Forschung!

Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr

CoDA-Abschlusssymposium

13.03.2026

Am 6. März 2026 fand am Campus Garching der Technischen Universität München das Abschlusssymposium der Forschungsgruppe CoDA (FOR 2825 „Concrete Damage Assessment by Coda Waves“) statt. Die seit 2019 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsgruppe vereinte über zwei Förderperioden hinweg sechs Teilprojekte an der Ruhr-Universität Bochum, der Hochschule Bochum, der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin sowie der Technischen Universität München. Ziel der Forschungsgruppe war die Entwicklung einer Methode zur Zustandsbewertung von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken auf Basis der Coda-Wellen-Interferometrie, mit der sich kleinste Veränderungen im Beton frühzeitig erkennen und für eine verbesserte Überwachung von Infrastrukturbauwerken nutzen lassen.
Im Rahmen des Abschlusssymposiums präsentierten die beteiligten Forschenden zentrale Ergebnisse aus der gemeinsamen Forschungsarbeit. Neben den Projektbeteiligten nahmen auch Gäste aus Forschung und Praxis teil und nutzten die Veranstaltung zum fachlichen Austausch. Für den Lehrstuhl für Massivbau stellten Peter Mark und Noah Sträter gemeinsam die Forschungsarbeiten der vergangenen Jahre vor. Diese widmeten sich insbesondere der Frage, wie die Coda-Wellen-Interferometrie zur Umsetzung der Vision gläserner Tragwerke an Stahlbeton- und Spannbetonbrücken beitragen kann, indem innere, unsichtbare Schäden wie Spannstahlbrüche frühzeitig sichtbar gemacht werden.

Das Abschlusssymposium bot die Gelegenheit, die Ergebnisse der mehrjährigen Zusammenarbeit zusammenzuführen und zu diskutieren. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen bilden insbesondere ein Transferprojekt sowie eine Start-up-Ausgründung die Grundlage dafür, die erreichten Ergebnisse künftig weiterzuentwickeln und in die praktische Anwendung zu überführen. Wir danken allen beteiligten Forschenden und Projektpartnern für die erfolgreiche Zusammenarbeit sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Förderung der Forschungsgruppe.





SPP 2187 Abschlusskonferenz

09.03.2026

Vom 2. bis 4. März 2026 fand an der Ruhr-Universität Bochum die Abschlusskonferenz des SPP 2187 „Adaptive Modulbauweisen mit Fließfertigungsmethoden – Präzisionsschnellbau der Zukunft“ statt. Das Schwerpunktprogramm, welches seit 2020 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird, veranstaltete gemeinsam mit den Verbünden SFB 1683 und TRR 277 die Konferenz „Modular Construction & Reuse“.

Den Auftakt bildete am Montag ein Post-Doc Meeting im Rahmen des AdvanceAEC Netzwerkes, zu dessen Gründungsmitgliedern das SPP 2187 gehört. Beim anschließenden Begrüßungsabend im Beckmanns Hof hatten die Teilnehmenden Gelegenheit für einen ersten Austausch.

Die beiden Konferenztage boten ein vielfältiges Fachprogramm mit Keynotes der SPP-Initiatoren sowie zwei parallelen Sessions, in denen sowohl die Forschungsergebnisse der Teilprojekte des SPP 2187 präsentiert als auch Einblicke in die Forschung des SFB und des TRR gewährt wurden. Ergänzt wurde das Programm durch eine Poster- und Demonstratorenausstellung. Außerdem hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit die Forschungsanlage für Fließfertigung zu besichtigen. Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung der SPP Awards im Rahmen des Konferenzdinners am Dienstagabend im Vonovia Ruhrstadion, bei der herausragende wissenschaftliche Leistungen gewürdigt wurden.

Während seiner mehr als sechsjährigen Laufzeit bündelte das Schwerpunktprogramm die Expertise aus den Bereichen Massivbau, Produktionstechnik, Bauinformatik und Mathematik von neun Universitäten. Ziel war es, Konzepte der industriellen Serienfertigung auf das Bauwesen zu übertragen und damit Bauprozesse schneller, präziser und ressourceneffizienter zu gestalten. Zu den Ergebnissen zählen über 180 wissenschaftliche Publikationen, bislang 21 abgeschlossene Dissertationen sowie der Aufbau des AdvanceAEC Research Networks mit mehr als 1.100 Mitgliedern. Darüber hinaus wurden neue Ansätze für digitale Zwillinge, cyber-physische Produktionssysteme und modulare Bauweisen entwickelt.

Die Abschlusskonferenz bot eine hervorragende Gelegenheit, die Ergebnisse der vergangenen Jahre gemeinsam zu reflektieren und zu diskutieren. Die entstandenen Kontakte, Kooperationen und Ideen werden die Forschungsarbeit in diesem Themenfeld auch über die Laufzeit des Schwerpunktprogramms hinaus prägen.


© RUB, Marquard







Drei Fragen zur modularen Wiederverwendung von Betonbauteilen

17.02.2026

Im Interview mit der Fachzeitschrift Bauingenieur beantwortet Prof. Peter Mark drei Fragen zur modularen Wiederverwendung von Betonbauteilen. Er erklärt, unter welchen technischen und normativen Voraussetzungen alte Bauteile sicher wieder eingesetzt werden können, welche Kompetenzen Planende dafür benötigen und warum insbesondere flächige Elemente wie Decken und Wände großes Potenzial für die Kreislaufwirtschaft bieten.

Zum Interview


© RUB, Marquard

Schülerpraktikum am Lehrstuhl für Massivbau

 
 
 

12.02.2026

Vom 19. bis 23. Januar durften wir Luana Spatacean, Schülerin der 12. Klasse eines Gymnasiums in Hagen, zu einem einwöchigen Praktikum am Lehrstuhl für Massivbau begrüßen.

Während ihrer Zeit an der RUB erhielt sie Einblicke in die Kerngebiete des Lehrstuhls, besuchte Bachelor-Vorlesungen und lernte in der Versuchshalle KIBKON die Forschungsarbeiten des SFB 1683 kennen. Im Rahmen einer Bachelorarbeit begleitete sie die Weiterverarbeitung von Probekörpern mit unterschiedlichen Festigkeiten. Diese wurden zersägt, eingescannt und als digitale 3D-Modelle ausgewertet, bevor sie im Druckversuch bis zum Versagen geprüft wurden. Ziel der Untersuchungen ist es, den Einfluss verschiedener Schneideverfahren auf die Oberflächenbeschaffenheit zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Ergebnisse der Druckversuche zu bewerten.

Wir freuen uns über das Interesse von Luana an unserem Forschungsbreich und hoffen, ihr mit dem Praktikum spannende Einblicke in die Arbeit des SFB 1683 gegeben zu haben. 




Herzlichen Glückwunsch zur Promotion!

11.02.2026

Filippo Medeghini hat erfolgreich seine Dissertation mit dem Titel „Steered fiber orientation and targeted material placement – Optimizing the mechanical response of steel fiber reinforced concrete“ verteidigt und die Promotionsprüfung mit Auszeichnung bestanden. Mitglieder der Prüfungskommission waren:

Wir gratulieren Filippo ganz herzlich zu diesem großartigen Erfolg und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg!




Exkursion zum „Neubau des Emschertalbrückenzugs“

19.01.2026

Im Rahmen der Master-Vorlesungsreihe „Erhalt und Lebensdauermanagement im Brückenbau“ von Herrn Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) fand am 16. Januar 2026 eine Exkursion zur A43 statt. Vor Ort erhielten Studierende sowie Mitarbeitende des Lehrstuhls für Massivbau eine detaillierte Einführung in das Großprojekt „Emschertalbrückenzug“, die von Ingenieuren der Autobahn GmbH Westfalen, Schüßler-Plan und der NP Ingenieurgesellschaft präsentiert wurde.
Der Ausbau zählt zu den anspruchsvollsten Baustellen der Autobahn GmbH Westfalen. Die Herausforderung besteht darin, Bahnstrecken, Wasserstraßen, Autobahnen, Brücken und Tunnel in Einklang zu bringen. 
Schwerpunkt der Exkursion war die Besichtigung des Einschubs einer Verbundbrücke über den Rhein-Herne-Kanal und die Emscher. Dazu berichteten die involvierten Ingenieure und Ingenieurinnen direkt am Taktkeller über die Herausforderungen und Besonderheiten beim Einschub. Darüber hinaus konnten die Studierenden eine weitere, bereits installierte Fachwerkbrücke besichtigen. 
Die Exkursion ermöglichte der Gruppe somit detaillierte Einblicke in das komplexe und vielfältige Bauprojekt. Wir bedanken uns bei der Autobahn GmbH Westfalen, Schüßler-Plan, der NP Ingenieurgesellschaft und bei Herrn Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn für diesen spannenden Tag.


Zerna-Preis für Luis Ibañez Meyer

19.01.2026

Im Rahmen der Akademischen Jahresfeier der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwesen wurden die besten Absolventinnen und Absolventen ausgezeichnet. Dabei wurde der Zerna-Preis für herausragende Arbeiten in der Fachrichtung Bauingenieurwesen verliehen. In diesem Jahr erhielt Luis Ibañez Meyer den Zerna-Preis für seine Masterarbeit mit dem Titel „Untersuchungen zum Einfluss der Oberflächenrauigkeit auf Coda-Signale“.

Wir gratulieren Luis herzlich zu dieser Auszeichnung und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg bei seiner Forschungsarbeit!



Gastvorlesung an der Universität Skopje

06.01.2026

Am 29. Dezember 2025 hielt Prof. Mark eine Gastvorlesung an der Universität Kyrill & Methodius in Skopje, Nordmazedonien. Im Mittelpunkt des Vortrags standen das Bauen, Erhalten und Ersetzen von Brücken, mit besonderen Fokus auf dem zirkulären Brückenbau. Die Veranstaltung war Teil der Vortragsreihe zum Konstruktiven Ingenieurbau und richtete sich an Studierende sowie Promovierende der Fakultät für Bauingenieurwesen. Der Vortrag bot den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in aktuelle Entwicklungen der nachhaltigen Tragwerksplanung.



BASt-Forschungsprojekt zu durchgehend bewehrten Betonfahrbahndecken genehmigt

05.01.2026

Die BASt (Bundesanstalt für Straßenwesen) fördert ab April 2026 das Forschungsprojekt „Dimensionierung der durchgehend bewehrten Betonfahrbahndecke für die Anwendung in Deutschland“. Der Lehrstuhl für Massivbau hat gemeinsam mit dem Projektpartner DTV-Verkehrsconsult GmbH den Zuschlag für die Bearbeitung erhalten. 
Durchgehend bewehrte Betonfahrbahndecken (DBB) stellen eine potenziell leistungsfähige und dauerhafte Bauweise für hochbelastete Streckenabschnitte dar. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Anwendungsmöglichkeiten der DBB zu untersuchen und ein Dimensionierungsverfahren unter Berücksichtigung nationaler Rahmenbedingungen zu entwickeln und zu kalibrieren.



Gemeinsam ins neue Jahr

17.12.2025

Die Weihnachtsfeier des Lehrstuhls für Massivbau bot auch in diesem Jahr einen schönen Anlass, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. In entspannter Atmosphäre kamen rund 50 Kolleginnen und Kollegen aus dem aktuellen Team sowie aus früheren Jahren zusammen und tauschten sich über aktuelle Ereignisse und gemeinsame Erinnerungen aus.

Geprägt von vielfältigen Aufgaben, Veränderungen und sichtbaren Erfolgen geht das Jahr 2025 nun zu Ende. Dafür bedanken wir uns bei allen und freuen uns auf das gemeinsame Jahr 2026. Wir wünschen allen schöne Feiertage!




Brücken im Fokus

15.12.2025

Fachleute aus Verwaltung, Wissenschaft und Praxis kamen am 5. Dezember 2025 zur fünften Fachtagung „Brücken im Fokus“ in der Historischen Stadthalle Wuppertal zusammen. Veranstaltet wurde die Tagung von der Ingenieurakademie West, die fachliche Leitung und Moderation übernahmen Prof. Mark und Prof. Marzahn. Im Zentrum standen der hohe Erhaltungs- und Ersatzbedarf der Brückeninfrastruktur sowie die wachsenden Anforderungen an Planung, Bau und Bauwerksprüfung.

Inhaltliche Schwerpunkte waren die Lehren aus dem Einsturz der Carolabrücke in Dresden, kommunale Herausforderungen bei der Brückenerhaltung in Köln und Düsseldorf sowie aktuelle Großprojekte wie der Ersatzneubau der Rahmedetalbrücke. Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge zur Digitalisierung der Bauwerksprüfung nach DIN 1076, zum Einsatz neuer Baustoffe wie UHFB und zu Weiterentwicklungen der Regelwerke.

Die Tagung zeigte deutlich: Die Zukunft des Brückenbaus erfordert technische Exzellenz, klare Verantwortlichkeiten und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.

© Felder



Fachtagung „Nachhaltig Bauen 2025“

01.12.2025

Die Ingenieurkammer Bau Nordrhein-Westfalen führte am 20. November 2025 die hybride Fachtagung „Nachhaltig Bauen“ im Rhein-Sieg Forum in Siegburg durch. Die Veranstaltung brachte Fachleute aus Architektur, Ingenieurwesen und Verwaltung zusammen und bot aktuelle Einblicke in nachhaltige Bauweisen sowie zukunftsorientierte Konzepte.

Im Mittelpunkt stand dabei unter anderem der Vortrag von Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Mark, der die modulare Wiederverwendung von Bestandstragwerken beleuchtete. Er zeigte auf, welche Lösungen bereits heute realisierbar sind, welche Forschungsansätze verfolgt werden und welche Rahmenbedingungen für eine breitere Anwendung notwendig bleiben. Sein Beitrag setzte einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung ressourcenschonender Bauprozesse. Weitere Fachbeiträge aus Praxis und Forschung bereicherten ebenfalls die Tagung und gaben wertvolle Anstöße für einen intensiven fachlichen Austausch.



Gut gewappnet für praktische Herausforderungen

01.12.2025
Am Donnerstag, den 20.11.2025 konnten wir unseren Vertiefern im Rahmen des Masterstudiengangs Bauingenieurwesen zum Modul WP04 „Hoch- und Industriebau“ erstmals ein eintägiges Seminar zur Befestigungstechnik für Tragwerksplaner anbieten. Herr Dieter Lindt von der fischer Deutschland Vertriebs GmbH, Waldachtal, referierte im Hause über aktuelle Themen der Befestigungstechnik. Er setzte hierbei Schwerpunkte auf die Bemessung von Dübeln und Ankern nach DIN EN 1992-4, zeigte Lösungen für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse beim Bauen im Bestand und stellte die Sofwaretools aus dem Hause fischer vor. Dabei verstand er es seine Ausführungen mit praktischen Beispielen und greifbaren Hinweisen zur Fehlervermeidung auf der Baustelle zu würzen. Daraus entstanden lebhafte Diskussionen mit den Studenten. 


SPP 2388: Kick-Off zur zweiten Förderperiode

26.11.2025

Vom 8. bis 10. Oktober fand das Jahrestreffen des Schwerpunktprogramms 2388 „Hundert Plus – Verlängerung der Lebensdauer von Infrastrukturbauwerken durch intelligente Digitalisierung“ im Beyer-Bau der Technischen Universität Dresden statt. Am ersten Tag wurden die Ergebnisse der ersten drei Jahre durch die beteiligten Forscherinnen und Forscher von insgesamt 14 Universitäten und Forschungseinrichtungen vorgestellt und diskutiert. Gemeinschaftliche Entwicklungen aus den Clustern zeigten disziplinübergreifend Entwicklungen u.a. zu Konzepten für digitale Zwillinge, zur Lokalisierung von Schäden und zur Kombination von Monitoring mit Simulationen. 

Ab dem zweiten Tag standen die Vorstellung der geplanten Arbeiten der zweiten Förderperiode im Fokus. Anschließend wurde sich strukturell für die zweite Förderperiode aufgestellt, indem neue thematische Cluster gebildet und erste Interaktionsmöglichkeiten identifiziert wurden. 

Der Lehrstuhl für Massivbau war mit Aeneas Paul und David Sanio vertreten, die die Ergebnisse und geplanten Arbeiten des Teilprojekts „Musterdetektion innerer Spanndrahtbrüche an Betonoberflächen“ vorstellten. Das Projekt wird auch in der zweiten Förderperiode durch die DFG gefördert. Ziel ist es, das in Förderperiode 1 entwickelte Monitoringsystem für den robusten Einsatz unter Realbedingungen am Bauwerk weiterzuentwickeln.

Die drei Tage boten Raum für anregende Diskussionen und lieferten interessante Einblicke in die anderen Forschungsprojekte. Wir freuen uns auf weitere drei Jahre gemeinsame, interdisziplinäre Forschung. Der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sei für die Förderung gedankt.



Titelstory in der Fachzeitschrift CivilEng

14.10.2025

Unsere Veröffentlichung „Experimental Study of the Effectiveness of Strengthening Reinforced Concrete Slabs with Thermally Prestressed Reinforcement“ ist Titelstory in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift CivilEng (Volume 6, Issue 3, September 2025).

Das Paper präsentiert die abschließenden Untersuchungen zur Validierung der am Lehrstuhl entwickelten Verstärkungsmethode für Stahlbetontragwerke mittels thermisch vorgespannter Zusatzbewehrung. Anhand eines Demonstrators im Realmaßstab wurde die Wirksamkeit der Methode sowohl im Grenzzustand der Tragfähigkeit als auch der Gebrauchstauglichkeit nachgewiesen. Die Ergebnisse bestätigen die Leistungsfähigkeit des Verfahrens und zeigen, dass die entwickelte Verstärkungsmethode erfolgreich umgesetzt und experimentell validiert werden konnte. 

Wir bedanken uns bei der Fachzeitschrift CivilEng für die Möglichkeit, unsere Forschung als Cover Story präsentieren zu dürfen.



FWJ - Willkommen und Abschied

13.10.2025

Wir heißen die 19 Teilnehmenden des Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahres, welche zum 1. Oktober an der RUB gestartet sind herzlich Willkommen. Die Gruppe hat bisher gemeinsam die RUB kennengelernt und erste Schritte auf dem Campus unternommen, eine Einführung in Moodle und e-campus erhalten sowie die ersten Kontakte zu den teilnehmenden Fakultäten der Ingenieurbereiche geknüpft. 
Zuvor wurden die Teilnehmenden des letzten Jahrgangs im Beckmannshof feierlich verabschiedet. Die Veranstaltung mit abwechslungsreichem Programm bot einen Rückblick auf ein interessantes Jahr an der RUB und bildete mit anschließendem geselligen Beisammensein und Posterpräsentation einen gelungenen Abschluss.
Wir wünschen dem neuen Jahrgang einen guten Start an der RUB sowie den ehemaligen Teilnehmenden alles Gute für die weitere Zukunft! 



© RUB, Marquard



DAfStb Forschungskolloquium in Karlsruhe

13.10.2025

Am 30.09 und 01.10 fand im Rahmen der 12. Jahrestagung des DAfStb das 64. DAfStb Forschungskolloquium unter dem Motto „Beton – es kommt darauf an, was man in Zukunft daraus macht“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) statt. Prof. Peter Mark war hierzu als Keynote-Sprecher der Session „Massivbau“ geladen. In seinem Vortrag „Modular bauen und wiederverwenden“ zeigte er dem Fachpublikum anhand von Ergebnissen aus dem Schwerpunktprogramm 2187 sowie dem Sonderforschungsbereich 1683 Möglichkeiten, wie in Zukunft durch Fließfertigung und Modulbauweise sowie die Wiederverwendung von Stahlbetonbauteilen Kosten und Treibhausgasemissionen im Betonbau gesenkt werden können. Wir danken dem Organisationskomitee für die Organisation eines gelungenen Forschungskolloquiums.



Internationale Konferenzen im September

10.10.2025

Der Monat September stand im Zeichen diverser internationaler Konferenzen, bei denen der Lehrstuhl für Massivbau vertreten war. 
Jannis Rose stellte im Rahmen des 3rd International Workshop on Durability and Sustainability of Concrete Structures in Neapel seine Forschung zum Thema ”Experimental and Numerical Study of Creep in Modular HPC Structures” vor. Der zugehörige Beitrag entstand im Rahmen des SPP 2187 und beschäftigt sich mit frühen Kriechverformungen von wärmebehandeltem Hochleistungsbeton und deren Berücksichtigung in den Bauzuständen modularer Strukturen.

Vom 22. bis 24. September war die TU Wien Gastgeber der Konferenz EURO:TUN 2025, an der rund 150 Forscher und Praktiker aus aller Welt teilnahmen und sich zum Tehma „Computational Methods and Information Models in Tunneling“ austauschten. In diesem Rahmen organisierten und leiteten Prof. Peter Mark und Filippo Medeghini gemeinsam mit Prof. Giovanni Plizzari ein Symposium zum Thema „Segmental tunnel linings – advanced material and desgining concepts“, welches sich auf den maschinellen Tunnelbau konzentrierte. Filippo Medeghini stellte in diesem Rahmen seine Forschungsergebnisse zur Ausrichtung von Stahlfasern sowie zu Optimierungsstrategien für die Verwendung von Stahlfaserbeton im Tunnelbau vor.

Vom 24. bis 27. September richtete die Macedonian Association of Structural Engineers (MASE) in Ohrid, Nordmazedonien eine Konferenz unter dem Motto “Structural Engineering – Limitless” aus, die von etwa 400 Teilnehmern besucht wurde. Prof. Peter Mark übernahm den Vorsitz für zwei Sessions und richtete zudem einige Grußworte an das internationale Publikum. Marija Docevska zeigte Ergebnisse aus ihrer Dissertation „Concrete Creep under variable loadings“, die sich mit dem Langzeitverhalten von Beton mit unterschiedlichen Belastungshistorien beschäftigt. Aeneas Paul präsentierte in seinem Beitrag „Experimental and Numerical Investigation on Detecting Internal Tendon Breaks by External Fiber-Optic Measurements” Untersuchungen zur Lokalisierung von innenliegenden Spanngliedbrüchen mit extern applizierter faseroptischer Messtechnik. Der zugehörige Beitrag entstand im Rahmen des SPP 2388.

Die Konferenzen ermöglichten einen fundierten Austausch zu aktuellen Forschungsfragen und methodischen Ansätzen. Wir danken den jeweiligen Organisationskomitees für die Organisation und inhaltliche Gestaltung.



Feldversuch an Spannbetonbrücke

08.10.2025

Im September wurde an der Forschungsbrücke openLAB in Bautzen das im Teilprojekt B04 des SPP 2388 („SPP 100+“) entwickelte Gitter aus faseroptischen Sensoren erstmals unter Realbedingungen erprobt. Nach der Applikation der Sensoren an der Brücke durch Aeneas Paul und Leon Ganescu wurden im Beisein von David Sanio gezielt Spannglieder geschädigt und zusätzliche Belastungen eingebracht. Es konnten wertvolle Messdaten erhoben werden, die künftig das Monitoring der Standsicherheit bestehender Spannbetonstrukturen verbessern sollen.

Bei der Forschungsbrücke handelt es sich um eine rund 45 Meter lange und 4,5 Meter breite dreifeldrige Spannbetonbrücke, die auf dem Firmengelände der Hentschke Bau GmbH in Bautzen errichtet wurde. Der Feldversuch fand im Rahmen des Schwerpunktprogramms SPP 2388 statt, das sich mit der Verlängerung der Lebensdauer bestehender Infrastrukturbauwerke beschäftigt. Ziel ist es, durch frühzeitige und vorausschauende Maßnahmen die Nutzungsdauer komplexer Bauwerke zu verlängern. Im Teilprojekt B04 wird dazu ein Sensorsystem entwickelt und getestet, das innere Spanngliedbrüche in Betonbrücken frühzeitig erkennt, bevor es zu sichtbaren Schäden kommt.

Wir danken dem Institut für Massivbau der TU Dresden für die Organisation und Betreuung der groß angelegten Messkampagne.




Herzlichen Glückwunsch zur Promotion!

29.07.2025

José Croppi hat am 26. Juli 2025 erfolgreich seine Dissertation zum Thema „Lap splices between post-installed andcast-in-place reinforcements“ verteidigt und die Promotionsprüfung bestanden. Mitglieder der Prüfungskommission waren:

Wir gratulieren José ganz herzlich und wünschen ihm viel Erfolg auf seinem weiteren Weg!



Stahlfaserbeton: work in progress

21.07.2025

Am 16. Juli tagte der DAfStb-Unterausschuss „Stahlfaserbeton“ in Bochum. Ziel des Treffens war die Einarbeitung zahlreicher Neuerungen aus dem neuen Eurocode 2 in die nationale Richtlinie.
Da mit dem neuen Eurocode 2 erstmals europaweit eine informative Regelung für Stahlfaserbeton eingeführt wird, intensiviert der Unterausschuss seine Arbeit in den kommenden Monaten. Die Sitzungen, die üblicherweise halbjährlich stattfinden, werden künftig in kürzeren Abständen abgehalten, um die nationale Richtlinie zeitnah an die aktuellen europäischen Entwicklungen anzupassen.



Exkursion zur „Erneuerung und Erweiterung der Eisenbahnüberführung Lippe“ in Wesel

15.07.2025

Am 09. Juli 2025 fand im Rahmen der Master-Vorlesungsreihe „Ausgeführte Bahnbrücken" von Dr.-Ing. Mathias Strack, DB Engineering & Consulting GmbH, eine Exkursion zur Erneuerung und Erweiterung der Eisenbahnüberführung Lippe in Wesel statt.
Diese Baustelle ist Teil des dritten Bauabschnitts des Großprojekts „ABS 46/2: Strecke Emmerich-Oberhausen“, das den dreigleisigen Ausbau der 73 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Emmerich und Oberhausen zum Ziel hat.

Vor Ort erhielt die Gruppe aus Studierenden und Mitarbeitern der DB einen Einblick in laufende sowie bereits abgeschlossene Arbeiten. So konnte unter anderem eine 156 Meter lange Fachwerkbrücke samt Details aus der Vorlesung, beispielsweise der Fangschiene oder dem Schienenauszug, besichtigt werden. Zudem wurden auf spannende Art und Weise die Herausforderungen auf der Baustelle und deren Lösungen vorgestellt, beispielsweise die Verengung der Lippe für den Aushub des vorhandenen Bahnübergangs oder die Ausbildung der Lager des Stahlbetonmittelpfeilers mit Zugankern.

Wir bedanken uns bei Dr.-Ing. Mathias Strack und den Vortragenden der DB für die spannenden Einblicke in dieses komplexe Bauprojekt!



Exkursion zum Neubau einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Hürth

07.07.2025

Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Industrielles Bauen” von Herrn Prof. Dr. Julian Meyer fand am 4. Juli 2025 eine Exkursion zum Neubau einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Hürth statt.
Ingenieure der Firmen Hochtief Engineering GmbH und RWE Power AG empfingen die Studierenden und führten sie sowohl über das Gelände der bestehenden Verbrennungsanlage als auch zur Baustelle des Neubaus. In der neuen Anlage wird zukünftig Klärschlamm ohne die Zugabe zusätzlicher Energieträger, wie beispielsweise Braunkohle, verbrannt.
Die Studierenden erhielten eine interessante Einführung in die geplante Prozesslinie und konnten die damit verbundenen baulichen Maßnahmen direkt vor Ort besichtigen. Besonders beeindruckend war der Klärschlammbunker mit ca. 1,5 Meter dicken Stahlbetonwänden und hochbewehrten Rahmenecken. Im Anschluss folgten interessante Präsentationen über die Herausforderungen und Besonderheiten der Baustelle sowie über die Anlagentechnik einzelner Prozessschritte anhand eines 3D-Modells. Letzteres lieferte Einblicke, die über das klassische Bauingenieurwesen hinausgingen. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Anlage sind hier besonders die Maßnahmen zur Energieverwertung und Phosphorrückgewinnung hervorzuheben.

Wir bedanken uns bei der Firma Hochtief Engineering GmbH, bei Herrn Prof. Dr. Julian Meyer und bei der RWE Power AG für diesen spannenden Tag.



fib Symposium in Antibes

07.07.2025

Vom 16. bis 18. Juni fand in Antibes das fib Symposium 2025 unter dem Leitmotto ‚Concrete Structures: extend lifespan, limit impacts‘ statt. Auf dem Symposium präsentierte Thilo Schmidt (Kooperativ Promovierender vom Fachgebiet Massivbau der Hochschule Bochum) einen Vortrag zum Thema “Setting of arbitrary combinations of constant bending moments and shear forces in reinforced concrete beams“. Die Veranstaltung brachte renommierte und führende Experten auf dem Gebiet des Betonbaus aus der ganzen Welt zusammen und bot einen hervorragenden Rahmen zum Wissens- und Ideenaustausch. Wir danken dem Organisationskomitee für die Ausrichtung der gelungenen Konferenz und freuen uns schon auf die nächste Auflage! Merci beaucoup!



Herzlichen Glückwunsch zur Promotion!

20.06.2025

Yannik Schwarz hat am 16. Juni 2025 erfolgreich seine Dissertation zum Thema „Verstärkung von Stahlbetontragwerken mit thermisch vorgespannter Bewehrung“ verteidigt und die Promotionsprüfung bestanden. Mitglieder der Prüfungskommission waren:

Vorsitz: Prof. Dr.-Ing. Marc Wichern (RUB)
1.   Prüfer: Prof. Peter Mark (RUB)
2.   Prüfer: Prof. Thomas Meurer (Uni Karlsruhe)
3.   Prüfer: Prof. Mike Schlaich (TU Berlin)

Wir gratulieren Yannik ganz herzlich und wünschen alles Gute für die Zukunft!



Ehrenprofessur für Prof. Dr. Peter Mark

02.06.2025

Am 30. Mai wurde Prof. Dr. Peter Mark zum Ehrenprofessor der Universität „Ss. Cyril and Methodius“ in Skopje, Nordmazedonien, ernannt. Die Auszeichnung würdigt die langjährige akademische Zusammenarbeit sowie herausragende wissenschaftliche Leistungen. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie überreichte die Rektorin der Universität, Biljana Angelova, die Urkunde. Peter Mark zeigte sich geehrt und betonte die Bedeutung der internationalen akademischen Kooperation für Forschung und Lehre. 

Pressemitteilung RUB



Kick-Off-Meeting des SFB 1683

30.05.2025

Mit einem zweitägigen Kick-Off-Meeting ist der neu eingerichtete Sonderforschungsbereich 1683 offiziell in seine erste Förderperiode gestartet. Rund 70 Forschende kamen am 22. und 23. Mai auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum zusammen. Die Teilnehmer lernten sich untereinander kennen und fanden sich in ihren Teilprojekten zusammen. Gemeinsam besprachen sie Ziele, Struktur und Forschungsinhalte des Projekts.
Ein besonderes Highlight war die Besichtigung der Referenzbauteile aus den zurückgebauten RUB Gebäuden NA und GC. Diese Platten, Stützen und Träger sollen künftig als öffentlichkeitswirksame Demonstratoren dienen.

Wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit in den kommenden Jahren!



Projekttreffen im Transferprojekt

27.05.2025
Am 15. Mai 2025 fand im Rahmen des Transferprojekts „Thermisch geregelte Vorspannung geklebter Stahllamellen zur Verstärkung von Plattentragwerken am Beispiel von Stahlbetonbrücken“ ein Projekttreffen mit unseren Praxispartnern Echterhoff GmbH und Straßen.NRW sowie den Forschungspartnern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Bereich Digital Process Engineering, statt. Unterstützt wird das Projekt darüber hinaus von der Firma Henkel.
Ziel des Projekts ist es, in enger Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis eine eigengewichtswirksame Verstärkungsmethode für die Zugzone von Stahlbetonbrücken mittels thermisch vorgespannter, geklebter Stahllamellen zu entwickeln und an einer realen Brücke zur Anwendung zu bringen.
Im Rahmen des Treffens wurden die bisherigen Ergebnisse vorgestellt und das weitere Vorgehen abgestimmt. Bei einer Begehung unseres Experimentallabors (KIBKON) konnten wir unseren Partnern die bisherigen Fortschritte im Rahmen einer Live-Demonstration der thermischen Vorspannung an einem Stahlbetonbalken anschaulich vermitteln. Dabei wurden gemeinsam mögliche Herausforderungen bei der Übertragung der Methode auf reale Bauwerke diskutiert und erste Lösungsansätze erarbeitet.
Wir danken allen Beteiligten für den offenen Austausch und die engagierte Zusammenarbeit.



Abschlusstreffen zum Forschungsprojekt air-Kon Matrizen

Vom 15.-16. Mai 2025 fand das Abschlusstreffen des BMWK-geförderten Forschungsprojekts „air-Kon“ beim Projektpartner Unidome in Eltville statt. Im Projekt wurde die kraftflussgerechte Anordnung von aufblasbaren Hohlkörpern in Fundamenten zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs und zur Einsparung von CO2-Emissionen untersucht. Das interdisziplinäre Projektkonsortium, bestehend aus der Fischerwerke GmbH & Co. KG, der Unidome GmbH, dem Fachgebiet Massivbau der Hochschule Bochum, dem ICoM der RWTH Aachen und dem Lehrstuhl für Massivbau der Ruhr-Universität Bochum, stellte die Entwicklungen der letzte drei Jahre Forschung und ersten prototypischen Anwendung dar. Wir bedanken uns herzlich für die produktiven Zusammenarbeit bei allen Projektpartnern, dem Projektträger Jülich und dem BMWK für die Förderung im Rahmen des Technologietransfer-Programms Leichtbau.



International publiziert: Stahlfaserbeton-Forschung mit Brescia

21.05.2025

Aus der langjährigen Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Massivbau mit der Universität Brescia in Italien, insbesondere im Bereich Stahlfaserbeton, sind viele Meilensteine hervorgegangen. Dazu zählen neuerdings zwei aktuelle Veröffentlichungen in den italienischen Fachzeitschriften Gallerie e Grandi Opere Sotterranee und C&PI – Calcestruzzo & Prefabbricazione International.
Wir freuen uns über die produktive Kooperation.


Deutscher Bautechnik-Tag 2025

02.05.2025

Am 20. und 21. März 2025 fand in Stuttgart der Deutsche Bautechnik-Tag unter dem Motto „Impulse Ideen Innovationskraft“ statt. Unsere studentischen Hilfskräfte Anna Sokhanych und Paulina Berger hatten die Gelegenheit, Prof. Peter Mark zu dieser Veranstaltung zu begleiten.
Das abwechslungsreiche Programm bot nicht nur spannende Fachvorträge, sondern auch zahlreiche Gelegenheiten, sich bei Ausstellern über aktuelle Entwicklungen und technische Innovationen im Bereich der Bautechnik zu informieren. Am zweiten Tag stellte Prof. Peter Mark in seinem Vortrag „Modulares Wiederverwenden – zur Zirkularität in der Betonbauweise“ spannende Ansätze für nachhaltiges Bauen und Ressourcenschonung vor.
Wir freuen uns, dass unsere Studierenden und Lehrenden viele spannende Eindrücke und neue Impulse vom Bautechnik-Tag mitnehmen konnten.



Startschuss für den SFB 1683

01.04.2025
Heute startet die erste Förderperiode des Sonderforschungsbereichs 1683 „Interaktionsmethoden zur modularen Wiederverwendung von Bestandstragwerken“.
In den kommenden Jahren arbeiten über 50 Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Bauingenieurwesen, Architektur, Maschinenbau und Informatik an innovativen Lösungen zur Wiederverwendung von Betonbauteilen auf strukturellem Niveau. Ziel des Projekts ist es, die ressourcenintensive Betonbauweise in eine nachhaltige, zirkuläre Bauweise zu transformieren. Anstatt Beton zu recyceln, wird der Baubestand gezielt zerlegt, sodass Bauteile wie Platten, Wände oder Stäbe für neue Tragwerke wiederverwendet werden können. Die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Stuttgart, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sowie das Karlsruher Institut für Technologie sind an diesem zukunftsweisenden Projekt beteiligt. Wir freuen uns auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit und darauf, einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigeren Bauindustrie zu leisten.



SPP 2187 Jahrestreffen an der TU Dresden

21.03.2025

Das diesjährige Jahrestreffen des SPP 2187 „Adaptive Modulbauweisen mit Fließfertigungsmethoden“ fand vom 18. bis 19. März 2025 an der Technischen Universität Dresden statt. Am ersten Tag standen die Vorstellung der aktuellen Statusberichte aus den Teilprojekten im Mittelpunkt, die mit den anwesenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern intensiv diskutiert wurden. Am zweiten Tag wurden die aktuellen Entwicklungen in den Arbeitsgruppen zu strukturellen und digitalen Demonstratoren präsentiert und weiterentwickelt.
Das Rahmenprogramm umfasste eine spannende Nächtwächtertour durch die historische Altstadt von Dresden, einen inspirierenden Besuch der Gläsernen Manufaktur des Automobilherstellers VW, bei welchem Einblicke in die laufende Fließfertigung geboten wurden, sowie eine abschließende Führung durch den Botanischen Garten.
Wir danken allen Beteiligten herzlich für die gelungene Veranstaltung und freuen uns auf die Abschlusskonferenz im März 2026 an der Ruhr-Universität Bochum.



Fließfertigungsanlage im internationalen Fokus

18.03.2025

Die Fakultät für Bauingenieurwesen der „Ss. Cyril and Methodius“ Universität Skopje und das Unternehmen TITAN USJE haben am 13. März 2025 Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik zur Konferenz „New ECO Concretes for a Sustainable World“ in Skopje zusammengebracht. Im Fokus stand dabei die Rolle von Innovationen bei der Entwicklung ökologisch nachhaltiger Materialien im Bauwesen.
Prof. Peter Mark stellte das Forschungsgroßgerät vor, das derzeit an der Ruhr-Universität Bochum errichtet wird. Mit dieser Anlage wird künftig die vollständige Fertigung von Betonmodulen im Fließfertigungsprinzip erforscht. Sie arbeitet weitgehend automatisiert und robotergestützt.
Die Veranstaltung zeigte, dass interdisziplinäre Zusammenarbeit und der Einsatz KI-basierter Technologien entscheidend sind, um Prozesse zu optimieren und neue, nachhaltige Produkte für eine umweltfreundlichere Bauindustrie zu entwickeln.



Winter School der Forschungsgruppe CoDA

12.03.2025

Vom 03. bis zum 07. März 2025 fand die Winter School und das 12. Plenartreffen der Forschungsgruppe CoDA statt. Als Veranstaltungsort diente die auf 2650 m gelegene Umweltforschungsstation Schneefernerhaus, die sich am Fuße der Zugspitze befindet. In beeindruckender Atmosphäre präsentierten die Teilprojekte den aktuellen Stand ihrer Forschungsarbeit, die im Anschluss ausführlich diskutiert werden konnte. Unser Mitarbeiter Noah Sträter stellte seine Forschungsergebnisse aus dem Teilprojekt „Korrelationen zwischen Ergebnissen thermo-mechanischer Experimente an Stahlbetonstrukturen und verteilten Coda-Signalen“ vor. Das Programm der Winter School wurde durch verschiedene Gastvorträge ergänzt:

  • Christoph Gehlen: Inspection and Repair of Tunnel Linings
  • Claudia Finger: Reservoir Seismology Tools – from Imaging to Monitoring
  • Anna Sklodowska: Acoustic Emission in Research and Practice – Basics, Tools and Applications
  • Roland Wüchner: Challenges and Potentials of High-fidelity Digital Twins of Structures – Detecting and Localizing Weaknesses in Structures by Advanced Computational Methods
  • Steffen Marx: Collapse of Carolabridge – Failure Cause and Lessons Learned
  • Eric Landis: Quantifying the Effects of Macrostructural Features on Ultrasonic Signals

Im Rahmen einer Poster-Session hatte auch unser Mitarbeiter Aeneas Paul die Möglichkeit, seine Forschungsarbeit zur "Musterdetektion innerer Spanndrahtbrüche an Betonoberflächen" zu präsentieren, die Teil des Schwerpunktprogramms 100+ ist. Wir bedanken uns für die gelungene Organisation der Winter School und den intensiven Austausch, der so entstehen konnte.



Lehrversuche zum Abschluss des Wintersemesters

24.02.2025

Auch in diesem Jahr fanden im Rahmen des Bachelor-Moduls “Grundlagen des Stahlbeton- und Spannbetonbaus” Lehrversuche statt, die interessierten Studierenden das Biege- und Querkraftversagen von Stahlbetonbalken veranschaulichen sollten. In Kleingruppen wurden die Balken zunächst bemessen und im Anschluss in der Versuchshalle des Instituts für Konstruktiven Ingenieurbau (KIBKON) bis zum Versagen belastet. Durch diese Praxisübung erhielten die Studierenden anschauliche Einblicke in die Vorlesungsinhalte.



Förderung der Initiierung des SFB 1683 durch die Stiftung Mercator

Am 1. April startet der neu eingerichtete Sonderforschungsbereich 1683 „Interaktionsmethoden zur modularen Wiederverwendung von Bestandstragwerken“. Dessen Initiierung wurde im Jahr 2024 durch das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR), einer Einrichtung der Stiftung Mercator und der UA Ruhr,  mit einer Gesamtsumme von 50.000 € gefördert. Der Stiftung Mercator sei für die erfolgreiche Förderung herzlich gedankt.


FWJ - Der besondere Einstieg ins Bauingenieurwesen

06.02.2025
Am 1. März 2025 startet die Bewerbungsphase für den bereits fünften Jahrgang des Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahres. Dann können Studieninteressierte erneut die Ruhr-Universität Bochum auf Probe erkunden und Gast an Lehrstühlen der Fakultäten Elektrotechnik, Maschinenbau und Bau- und Umweltingenieurwissenschaften sein. Dabei nehmen sie an spannenden Forschungsarbeiten teil, besuchen erste Vorlesungen und können Leistungsnachweise erwerben.
Auch das Branchenportal bauingenieur24 ist auf das Programm aufmerksam geworden und zeigt auf, warum gerade diese Art von Einstieg ins Bauingenieurwesen so spannend und vielseitig ist.

Alle Informationen zum Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahr


© PR Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften


Exkursion zum „Neubau des Emschertalbrückenzugs“

04.02.2025
Am 31. Januar 2025 fand im Rahmen der Master-Vorlesungsreihe "Erhalt und Lebensdauermanagement im Brückenbau" von Herrn Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine Exkursion zur A43 statt. Studierende sowie Mitarbeitende des Lehrstuhls für Massivbau erhielten vor Ort eine detaillierte Einführung in das Großprojekt „Emschertalbrückenzug“, präsentiert von Ingenieuren der Autobahn GmbH Westfalen und Schüßler-Plan.
Der Ausbau zählt zu den anspruchsvollsten Baustellen der Autobahn GmbH Westfalen. Die Herausforderung liegt darin, Bahnstrecken, Wasserstraßen, Autobahnen, Brücken und Tunnel in Einklang zu bringen.
Ein Schwerpunkt der Exkursion war die Begehung einer Fachwerkbrücke, die derzeit auf dem Baufeld für den späteren Einbau vorbereitet wird. Nach Fertigstellung wird sie die angrenzende Bahnstrecke überspannen. Zudem erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, den Taktkeller zu besichtigen. Dort werden einzelne Segmente einer Verbundbrücke verschweißt, bevor sie taktweise auf Pfeiler über den Rhein-Herne-Kanal und die Emscher verschoben werden.
Die Exkursion ermöglichte der Gruppe detaillierte Einblicke in das komplexe und vielfältige Bauprojekt. Wir bedanken uns bei der Autobahn GmbH Westfalen, Schüßler-Plan und Herrn Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn für den spannenden Tag.



Modularer Solarkollektor aus Beton

28.01.2025
Wir freuen uns, dass unsere Fachartikel „Design, construction, and qualification of a lightweight, modular heliostat made from high-performance concrete” kürzlich in der Fachzeitschrift Solar Energy erschienen ist. Im Beitrag wird der Entwurf und die Herstellung eines Solarkollektors aus Hochleistungsbeton für punktfokussierende Turmkraftwerke gezeigt. Trotz Dicken von nur wenigen Zentimetern besitzt die Tragstruktur des Kollektors eine enorme Steifigkeit, welche für eine maximale Konzentration der Solarstrahlung notwendig ist. Der Beitrag entstand im Rahmen eines DFG-geförderten Erkenntnistransferantrags mit unseren Forschungspartnern des Fachgebiets Massivbau und Baukonstruktion der RPTU Kaiserslautern und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.



Goodbye 2024, Hello 2025!

17.12.2024

Mit dem Gruppenfoto unserer traditionellen Weihnachtsfeier auf Haus Kemnade verabschieden wir uns in die Ferien, wünschen allen erholsame Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2025! Eine arbeitsreiche, ereignisreiche und erfolgreiche Zeit liegt hinter uns – wir bedanken uns bei allen, die dazu beigetragen haben. Jetzt blicken wir voller Vorfreude auf spannende Projekte im kommenden Jahr.
Frohe Feiertage und bis bald im neuen Jahr!

Weihnachtsfeier 2024
Weihnachtsfeier 2024

Die Forschungsgruppe CoDA stellt sich vor

05.12.2024
Seit 2019 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Forschungsgruppe CoDA (FOR 2825: „Concrete Damage Assessment by Coda Waves“). Insgesamt sechs Teilprojekte aus verschiedenen Disziplinen an der Technischen Universität München, der Hochschule Bochum, der Bundesanstalt für Materialforschung und- prüfung in Berlin sowie der Ruhr-Universität Bochum forschen bereits in der 2. Förderperiode zur ultraschallbasierten Zustandsbewertung von Stahlbeton- und Spannbetonstrukturen. Der Lehrstuhl für Massivbau ist mit dem Teilprojekt „Korrelationen zwischen Ergebnissen thermo-mechanischer Experimente an Stahlbetonstrukturen und verteilten Coda-Signalen“ vertreten. Im Rahmen des letzten Plenartreffens in München wurde die Forschungsgruppe von einem professionellen Filmteam begleitet.


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„Kia ora“ vom fib Symposium

02.12.2024
Das fib Symposium 2024 fand vom 11.-13. November 2024 im Te Pae Konferenzzentrum in Christchurch, Neuseeland statt. Das Leitmotto der diesjährigen Konferenz war dabei „Resilient Concrete Structures“, wobei insbesondere auch Nachhaltigkeit einen Schwerpunkt darstellte. Der Lehrstuhl für Massivbau war mit gleich drei Beiträgen zu aktuellen Forschungsthemen vertreten, um diese zu präsentieren und mit den anwesenden Wissenschaftler*innen sowie Industrievertreter*innen zu diskutieren. Noah Sträter stellte eine Methode zum Detektieren von Spanngliedbrüchen mittels Codawellen-Interferometrie vor, welche er im Rahmen der DFG-Forschergruppe FG 2825 „Coda Waves“ entwickelt hat. Lukas Heußner präsentierte ein an Experimenten validiertes Modell für den Ermüdungsnachweis von vorgespannten Brücken, welches auf angepasste Wöhlerlinien für Spannstähle beruht. Patrick Forman zeigte eine Methode zur Verteilung von individuellen Hohlkörpern in Deckenplatten mittels Topologieoptimierung, welche im BMBF-geförderten Projekt „air-Kon“ entwickelt wurde. Wir danken dem Organisationskomitee herzlich für die Ausrichtung der gelungenen Konferenz.



SPP 2187 auf 11. Betonfachtagung in Hannover

28.11.2024
„Welche gesellschaftlichen Entwicklungen und technologischen Fortschritte prägen das Bauen mit Beton heute und morgen?“ Das war die Kernfrage der 11. Betonfachtagung, die am 20. und 21. November in Hannover stattfand.
Eine Antwort auf die zentrale Fragestellung der Konferenz konnte Prof. Peter Mark mit seinem Vortrag „Adaptiver Modulbau mit Beton“ leisten, welcher die aktuellen Forschungsergebnisse des Schwerpunktprogramms 2187 präsentierte. An dem Textbeitrag im Tagungsband wirkten zudem Patrick Forman, Luca Dannemann und Jannis Rose mit.




Sonderforschungsbereich 1683 „Interaktionsmethoden zur modularen Wiederverwendung von Bestandstragwerken“ bewilligt

25.11.2024
Mit großer Freude haben wir die Nachricht der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Bewilligung des neuen Sonderforschungsbereichs 1683 zum Thema „Interaktionsmethoden zur modularen Wiederverwendung von Bestandstragwerken“ aufgenommen.

Unter der Leitung von Prof. Peter Mark als Sprecher und Dr. David Sanio als wissenschaftlichem Koordinator arbeiten in den kommenden Jahren über 50 Forschende aus den Bereichen der Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, des Maschinenbaus, der Architektur und der Informatik zusammen. Neben der Ruhr-Universität Bochum sind auch die Universität Stuttgart, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin sowie das Karlsruher Instituts für Technologie beteiligt.

Ziel ist es, die ressourcen- und emissionsintensive Betonbauweise in einen nachhaltig zirkulären Prozess der Wiederverwendung auf strukturellem Niveau zu überführen. Anstatt bestehende Tragwerke abzubrechen, sollen ganze Bauteile planmäßig als Module entnommen, untersucht, aufgearbeitet und zu neuen Tragwerken zusammengefügt werden. Dies erfordert einen ganzheitlichen, digital vernetzten Ansatz, der trotz individueller Grundstrukturen allgemeingültige Methoden und automatisierbare Konstruktionsprozesse liefert. Die Forschung im SFB umfasst Methoden zum Tragwerksdesign mit Bestandsmodulen, die Charakterisierung des Ist-Zustands alter Bauteile und die ganzheitliche Prozessmodellierung von der Bestandsaufnahme bis zum Neubau.

Pressemitteilung RUB